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58 x 40  24,7k

Bilder vom Selbstbau eines Crayford Okularauzugs und einem Off-Axis Guider:

Der OAZ ist fast durchweg aus Schrotteilen gebaut. Die lichte Weite des Rohres beträgt 76mm. Damit kann das Auslenkprisma des Guiders (weiter unten zu sehen) rund um das Kleinbildformat gedreht werden, ohne daß es in irgendeiner Postion abgeschattet wird.

Der OAG besitzt ein Auslenkprisma, das drehbar auf einer mit einer Feder vorgespannten Achse gelagert ist. Damit kann ein größerer Bereich für die Leitsternsuche genutzt werden.

 

 Im Einsteckstutzen für das Zenithprisma ist eine gefaßte und verkittete Minuslinse eingebaut, die die Brennweite wie eine Barlow verlängert. 

 

Bilder zum Selbstbau einer schweren Deutschen Montierung mit 60mm Achsen auf Stehlagerbasis:

  Achsenkreuz und Polblock. Die Stehlager sind auf Alu-Plattenmaterial montiert.

Der in Höhe verstellbare Polblock. Alle Alu-Teile wurden per Hand ausgesägt und gefeilt.

 Rückansicht, die RA-Achse ist zur Aufnahme eines Polsuchers durchbohrt.

 Der Getriebesupport mit angesetztem, bipolarem Schrittmotor 12V, 200 Schritte per Umdrehung. Das Getriebe stammt aus einem Conrad-Gleichstromgetriebemotor. 

 Der Motor wird über eine ganz simple Elekronik angesteuert. Das Layout ist mit Eagle von cadsoft erstellt worden. Es ist eine Freeware, mit der man sehr gut und einfach Layouts einfach- und doppeltbeschichteter Platinen herstellen kann. Man druckt die Layouts z.B. auf normalem Papier aus, dann sprüht man es mit Pausklar ein, legt es bei gedimmter Beleuchtung auf die fotobeschichtete Platine und belichtet. Ich hab das mit einem 250 W Diaprojektor gemacht. Der Abstand Layout/Projektionsobjektiv betrug etwa 40 cm, die Belichtungszeit etwa 3´30´´.

Heraus kommt dann nach dem entwickeln und ätzen dies:

 Genauere Angaben zum Bau dieser Montierung könnt ihr wahrscheinlich demnächst im VdS Journal lesen.


 

Bilder zur Konstruktion eines Alu-Gitterrohr-Tubus unter Verwendung mit einer Matrize selbstgebogener Aluprofile und Alu-Hartlötverbindungen:

   Der Rahmen und der Hut sind AL 75 hartgelötet. Der hintere Ring besteht aus hochfestem, massivem Plastik. Er war mal ein Fensterrahmen eines Unterwasserlabors...;o)

 Hier kann man die Lötnähte erkennen.

   Der Hut, die Ringe sind mit einer Matrize im Schraubstock aus Alu-Hohlprofil gebogen.

 


 

Bilder vom Schliff des 30cm Newtonspiegels mit 1.620mm Brennweite:

 

Fliesentool und Pechhaut. Das Fliesentool ist aus Baumarktgips gegossen. Auf den Spiegelrohling habe ich Frischhaltefolie gelegt und den Rand mit Karton abgeklebt. Etwa 3kg Gips wurde dann auf den Spiegel gegossen. Beklebt habe ich das Tool mít unlasierten Mosaikfliesen.

 

Am Ende des Feinschliffs haben sich am Toolrand die Fliesen bis auf Opladenstärke abgenutzt!

 

Das Pechhauttool. So wie der große Meister Bernhard Schmidt es tat, so ist diese Pechhaut ebenfalls in Streifen gegossen.

 

Das Pech wurde auf den vorher mit Bootslack mehrfach versiegelten Gipsträger aufgebracht. Im Laufe des Polierens verschoben sich durch die hohen Kräfte allerdings die Streifen; offensichtlich eignet sich dicker Bootslack als Untergrund überhaupt nicht. Auf die Qualität des Polierens wirkte sich das allerdings nicht aus. Das Parabolisieren habe ich mit einem ca. 50%-Tool vorgenommen.

 

Mein aus Schrott (bis auf die Meßuhr) gebauter Tester. Durch den Schwenkarm kann man ihn sowohl für den Foucault- alsauch den Ronchitest verwenden. Die Lampe ist eine gewöhliche Halogenbirne mit 12Watt, vor den Schlitz ist ein mattes Tesaband als Diffusor geklebt. Der Tester liefert ein außerordentlich helles und kontrastreiches Bild.

 

Nachdem der Spiegel erfolgreich parabolisiert war, konnte ich nicht widerstehen, ihn auch noch zu versilbern! Noch sieht man hier den leichten Blauschleier, der später noch wegpoliert wurde.

Die Verspiegelung klappte nach dem zweiten Anlauf sehr gut und überdauerte etwa 3 Monate. Leider blätterte die Schicht im Laufe dieser Zeit durch Tauwasserbildung immer mehr ab. Daher entschied ich mich, ihn in der Hamburger Sternwarte dauerhaft aluminisieren zu lassen.

Der Spiegel hat eine gemittelte Genauigkeit von mindestens lambda/achtel. Eine etwa 2mm breite abgesunkene Kante stört überhaupt nicht. Er besitzt auch eine flache Zone von etwa 30mm in der Spiegelmitte, kam durch meine eigene Blödheit, weil ich in der Schlußphase die falsche Strichlänge gewählt habe. Aber selbst das macht sich nicht wirklich bemerkbar, zumal der Fangspiegel dies abdeckt.

Alles in allem liefert der Spiegel ein sehr kontrasteiches Bild an Planeten sowie nadelstichfeine Sterne. Intra- und extrafokal bemerkt man die oben angesprochenen Abweichungen. Allerdings ist das intra- und extrafokale Bild was die Intensität der Beugungsringe angeht so gut wie identisch. Es macht einen Heidenspaß, mit dem Spiegel ins Universum zu tauchen... ;o)


 

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